Geschichte der Concordia

1801 gründeten 25 angesehene Bürger aus Barmen eine Bürgergesellschaft zum Zwecke des gepflegten Beisammenseins in gehobenen Ambiente. Sie tauften die Gesellschaft auf den lateinischen Namen Concordia – Eintracht. Sie ist damit nicht nur die "Barmer erste Gesellschaft", wie dies auf unserem Emblem zum Ausdruck kommt, sondern die älteste Gesellschaft in Wuppertal überhaupt.


GESSELIGKEIT, KULTUR & TRADITION

Der Historiker Prof. Dr. Volkmar Wittmütz schreibt in seinem Buch „200 Jahre Concordia“:

„Die Concordia pflegt Geselligkeit, Kultur und Tradition. Sie eröffnet Dimensionen, die im Alltag zu kurz kommen. Sie bereichert auf vielfältige Weise. So wird sie sicherlich auch in Zukunft Zuspruch und Anerkennung finden, um ihre Aufgaben in unserer Stadt zu erfüllen.“

Heiraten in Wuppertal

WO THOMAS MANN SICH WOHL FÜHLTE

Von Anbeginn bis heute weht in den großzügigen Räumen der Gesellschaft CONCORDIA ein besonderer und geselliger Geist.

Gern kehrten honorige Gäste aus dem In- und Ausland ein. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, Herzog Wilhelm in Bayern, Ferdinand Freiligrath, Felix Dahn, Thomas Mann, Clara Schumann, Friedrich Engels und viele andere waren hier zu Gast.

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UM DAS JAHR 1800

Seit mehreren Jahren gibt es in Wuppertal Lesegesellschaften. Das Bürgertum will Wissen erwerben und die „Sitten verfeinern“ und so die Ideale der Aufklärung umsetzen. Ab 1800 wandelt sich die Gesellschaft von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft. In vielen deutschen Städten, so auch in Wuppertal, entstehen Vereine zum Zweck „die geselligen nicht gegen gesetzliche Vorschriften und Sittlichkeit anstoßenden Vergnügungen zu genießen.“ Es finden Vorlesungen, Vorträge, „Theatralische Unterhaltungen“ und vieles mehr statt.

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04.03.1801

Vielen Bürgern anderer Städte zeitlich vorauseilend, erfolgt die Gründung der ersten „Gesellschaft zur Gemarke“ oder auch „Societät“ genannt, die ab 1803 Concordia heißt. Die Aufnahme war abhängig von einem hohen Geldbetrag und einer demokratischen Wahl, der „Ballotage“ oder „Kugelung“. Auch heute geht der Aufnahme in die Gesellschaft Concorida die Kugelung voraus. Alle anwesenden Mitglieder entschieden, ob der Kandidat in die Gesellschaft aufgenommen wird, anhand einer weißen für Ja bzw. schwarzen Kugel für Nein.

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10.05.1817

Grundsteinlegung für das Haus an der Wertherstraße. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Gesellschaftshaus, welches vom schwelmer Feldmesser und Baumeister Heinrich Wilhelm Buchholz geplant wurde, am 05.12.1818 fertiggestellt. Es diente neben den Veranstaltungen auch der Gesellschaft des Barmer Singvereins, dem „Liederkranz“ (1835) und des „Städtischen Singvereins“ (1841) als Konzertsaal. Aus der Gesellschaft gingen mehrere eigenständige Vereine hervor, sowie der Barmer Kornverein (1816/17), der Verschönerungsverein (1864), der Barmer Kunstverein (1866), der „Verein für wissenschaftliche Vorlesungen“ (1869), dem auch Pastor Frommel und der Fabrikant und Dichter Emil Rittershaus angehörten, und die Barmer Abteilung des „Vaterländischen Frauenvereins“ (1871). Auch der Gustav-Adolf-Verein hielt hier seine Sitzungen ab. Der Dichter Ferdinand Freiligrath wurde ebenfalls oft dort gesehen. Gerne lud man honorige Gäste aus dem In- und Ausland ein. Herzog Wilhelm in Bayern logiert bereits 1805 im ehemaligen Vereinshaus an der Wupperstraße. Außerdem wird Friedrich Wilhelm IV. die Stadt Barmen und die Concordia einmal als Kronprinz und einmal als König besuchen.

Von unbekannt - Hermann J. Mahlberg, Hella Nußbaum: Der Aufbruch um 1900 und die Moderne in der Architektur des Wuppertales, Abendrot einer Epoche, Verlag Müller Busmann KG, 2008, ISBN 978-3-928766-87-6, Seite 121, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=4360974

14.02.1861

Die Barmer Gesellschaft Concordia eröffnet ihren Konzertsaal am Werth mit der größten Konzertorgel Deutschlands. Es entsteht damit auch die Konzertgesellschaft.

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17.02.1900

Im Juni 1897 begannen die Abrissarbeiten des ersten Concordiagebäudes. Am 08.11.1898 war Richtfest und am 17.02.1900 erfolgte die Einweihung, des noch heute in Teilen bestehenden Gesellschaftsgebäudes am Werth. Die Architekten waren Schreiterer und Below aus Köln. Weiterhin kommen besondere Gäste, berühmte Persönlichkeiten und Künstler wie Thomas Mann, der 1920 aus „Felix Krull“ vorliest, zu Besuch.

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29./30.05.1943

Luftangriff und Zerstörung der Barmer Innenstadt und der Gesellschaftsräume der Concordia. Der komplette Innenbereich war nach dem Bombenangriff vollständig zerstört und nur Teile der Außenwände überlebten den Angriff.

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01.04.1950

Nach dem Wiederaufbau beginnt in den alten Konzertsälen die „Fita-GmbH“ mit ihrem Kinobetrieb. Erst im Laufe der 1950er Jahre können auch die übrigen Räume wieder genutzt werden. Anfang der 1960er Jahre ist dann der Wiederaufbau abgeschlossen und das gesellschaftliche Leben zieht wieder in die Concordia ein.

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Um das Jahr 2000

Um die Jahrtausendwende zeichnet sich die Gesellschaft durch ein lebendiges Clubleben aus. Regelmäßige Veranstaltungen bieten eine passende Atmosphäre um über private wie berufliche Belange zu sprechen. Unsere Mitglieder schätzen mit anderen Unternehmern der Region zusammen zu kommen, sich kennen zu lernen und Gedanken zu tauschen. Ab 2003 führen wir sehr umfangreiche Modernisierungen durch.

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Seit 2015

Seit 2015 präsentiert sich die Gesellschaft in moderner Form. Die Mühen haben sich gelohnt: Wir sind heute fester Bestandteil der Wuppertaler Kunst- und Kulturszene. Unsere bürgernahe Haltung und ein reges Clubleben begeistern zunehmend junge Unternehmerinnen und Unternehmer. Darüber hinaus sind die Räumlichkeiten der CONCORDIA beliebte Veranstaltungsorte für regionale und überregionale Events